Ihre Suche
Ergebnisse 29 Einträge
-
Zusammenfassung Nachdem positive Wirkungen von Meditation auf die Gesundheit lange Zeit im Fokus der Forschung standen, liegen inzwischen auch Studien vor, die unangenehme Nebenwirkungen (adverse effects) von Meditation untersucht und dokumentiert haben. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über (1) das Spektrum solcher Nebenwirkungen, die von Schlafstörungen über Ängste und Depressionen bis hin zu Psychosen reichen können, (2) ihre Häufigkeit in klinischen und traditionellen Praxiskontexten und (3) Risikofaktoren, die ihr Auftreten begünstigen können, wie etwa psychische Erkrankungen in der Vorgeschichte, fehlende Begleitung oder eine intensive Praxis im Rahmen von Retreats. Die vorgestellten Forschungsergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit, potenzielle Nebenwirkungen von Meditation eingehend zu erforschen, um an Meditation interessierte Menschen über die Risiken aufzuklären und darüber zu informieren, was beachtet werden sollte, um die Meditationspraxis so sicher wie möglich zu gestalten.
-
Die neurowissenschaftliche Forschung beschäftigt sich in den letzten Jahren verstärkt mit Methoden der Achtsamkeitsmeditation, die in zahlreiche klinische Behandlungsprogramme integriert wurden. Nach einer kurzen Vorstellung der Magnetresonanztomographie und der Programme mit der weitesten Verbreitung (Mindfulness-based Stress Reduction und Mindfulness- based Cognitive Therapy) werden vier Mechanismen erläutert, die vermutlich deren therapeutischer Wirksamkeit zugrunde liegen: Regulation der Aufmerksamkeit, Gewahrsein des Körpers, Emotionsregulation und veränderte Selbstwahrnehmung. Anhand einer exemplarischen Studie mit Angstpatienten wird gezeigt, wie durch Achtsamkeit die Symptome reduziert und parallel dazu spezifische neuronale Regelkreise modifiziert werden. Im Ausblick wird diskutiert, wie maßgeschneiderte Interventionen entwickelt werden können und welche Kontraindikationen zu beachten sind.
-
Religionen sind evolutionäre, aufgrund bestimmter Funktionalitäten selektierte soziale und kulturelle Phänomene. Sie imponieren heutzutage als kulturtragende Glaubens- und Normsysteme wie auch gesellschaftliche Institutionen. Nicht erst in neuester Zeit werden Ursprung und Wirkkraft von Religionen auf ein Spektrum subjektiver Erlebnisphänomene (religiöse Erfahrungen) zurückgeführt. Religiöse Erfahrungen sind vielfältig und weit verbreitet. Das im Kern am meisten konsistente und interkulturell übereinstimmende religiöse Erlebnis ist das mystische Erlebnis (Unio mystica). Nur diese Form religiöser Erfahrung (und die Gebetserfahrung) wurden bisher neurobiologisch genauer untersucht. Zur Erzeugung wie auch Erforschung mystischer Erlebnisse ist eine Reihe von Methoden anwendbar. Dieser Artikel gibt eine Übersicht zu den bedeutendsten Forschungsansätzen und Hypothesen. Einige empirische Ergebnisse liefern interessante Ansätze für Hypothesenbildungen zur neurobiologischen Erklärung religiöser Erfahrungen. Die neurobiologischen Ergebnisse bzw. Hypothesen sind in vielem aber noch inkonsistent und vorläufig. Ein interessantes Ergebnis dieser Übersicht ist die Erkenntnis, dass es eine ganze Reihe neurophysiologisch unterschiedlicher Bedingungsgefüge gibt, aus denen religiöse Erfahrungen mit ähnlichem Erlebnischarakter resultieren können.
-
Meditation kann als Form mentalen Trainings verstanden werden, das dazu dient, die Regulation des vegetativen Nervensystems, der Aufmerksamkeit und der Emotionen zu verbessern. Mithilfe bildgebender Verfahren (strukturelle Kernspintomographie) hat die neurowissenschaftliche Forschung der letzten Jahre untersucht, mit welchen strukturellen Veränderungen im Gehirn die Meditationspraxis einhergeht. Dieser Artikel gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Befunde der bisher publizierten Studien, die erfahrene Meditierende mit Nicht-Meditierenden verglichen. Es wird weiterhin auf Ergebnisse der ersten vorliegenden Längsschnittstudien eingegangen, die Personen vor und nach mehrwöchigen Meditationskursen untersuchten. Die in diesen Studien identifizierten Hirnregionen sind an der Regulation vegetativer Funktionen, der Aufmerksamkeit und der Emotionsregulation beteiligt, und die strukturellen Veränderungen unterstützen vermutlich die von den Meditierenden berichteten Verbesserungen dieser Funktionen. Die Kenntnis der mit der Meditationspraxis einhergehenden neurobiologischen Veränderungen ist wesentlich, um die Techniken gezielt klinischen Populationen zugänglich zu machen.
Erkunden
Team
Eintragsart
- Buchteil (23)
- Zeitschriftenartikel (6)
Sprache
Thema
- Bildgebung (1)
- Ecstasy (1)
- Editorial (1)
- Ekstase (1)
- Meditation (3)
- Nebenwirkungen (1)
- Neurobiologie (1)
- Neurobiology (1)
- neuroimaging (1)
- Neurophysiologie (1)
- Neurophysiology (1)
- neuroplasticity (1)
- Neuroplastizität (1)
- Neurowissenschaft (1)
- Religion (1)
- Religiöse Erfahrungen (1)
- Religious experience (1)
- Risiken (1)
- Selbstregulation (1)
- self-regulation (1)
- Training (1)
- training (1)
- Transpersonale Psychologie (1)
- Übersichtsarbeiten (1)